Apple und Google geben Schnittstellen für Corona-Warn-Apps frei | Exposure Notifications API

Apple und Google geben Schnittstellen für Corona-Warn-Apps frei | Exposure Notifications API

21.05.2020 | 09:30 Uhr

Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App, die uns zukünftig informieren soll, wenn in unserem Umfeld jemand positiv auf das Virus getestet wurde, nimmt langsam Gestalt an. Damit die deutsche App, die derzeit als Open-Source-Lösung vornehmlich von SAP-Mitarbeitern entwickelt wird, funktioniert, wird eine Schnittstelle auf den Geräten benötigt. Diese Schnittstelle haben Apple für iOS und Google für Android jetzt veröffentlicht. Damit könnten die Geräte mit der neusten Software ab sofort bereits Daten sammeln. Doch das Sammeln ist derzeit noch nicht möglich.

Ohne Warn-App keine Datensammlung

Das so genannte Kontaktprotokoll kann aber erst dann auf den Smartphones aktiviert werden, wenn auf den betreffenenden Geräten eine offizielle Corona-Warn-App installiert ist. Solange werden keine Daten gesammelt - obwohl dies technisch möglich wäre.

Das Kontaktprotokoll

Auf den Smartphones sucht das System per Bluetooth andere Geräte im eigenen Umfeld. Dabei versucht es möglichst genau den Abstand, d.h. die Signalstärke des anderen Geräts zu ermitteln. Geräte, die ebenfalls mit der Schnittstelle ausgestattet sind, senden per Bluetooth anonyme Identifikationsnummern, die sich regelmäßig ändern. Die von den Geräten gesammelten zufälligen Nummern werden für 14 Tage im Kontaktprotokoll gespeichert. Wurde bei einem selber der Virus entdeckt erhält man vom zuständigen Gesundheitsamt eine offizielle Nummer, mit der gegenüber der App die Infektion nachgewiesen werden kann. So kann man die zufälligen Nummern, die im Kontaktprotokoll gesammelt wurden, an die Warn-App übergeben, die diese dann an einen zentralen Server in Deutschland übermittelt. Die lokal installierte App lädt im Gegenzug regelmäßig alle Nummern von infizierten Personen auf das eigene Gerät und gleicht diese mit den lokalen Daten ab. Durch diesen Abgleich kann man selber anonym erfahren, ob und wann man als Benutzer des Geräts möglicherweise mit einer infizierten Person Kontakt hatte. So kann die Corona-Warn-App helfen, Infektionsketten in Deutschland nachzuverfolgen und zu unterbrechen.

Warn-App: Dezentrale Open-Source-Lösung

Nachdem zunächst eine zentrale Datensammlung in Deutschland geplant war, hat man aufgrund von berechtigter Kritik das Konzept verändert. Die App, die in Deutschland warnen soll, wird dezentral auf den Geräten Daten sammeln. Der Quellcode von Server und App sind transparent für jeden einsehbar:

Wann die App offiziell veröffentlicht wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Voraussetzungen haben Apple und Google aber nun geschaffen.

So kommt die Schnittstelle auf die Geräte

Exposure Notifications API - so heißt die neue Schnittstelle für Android- und iOS-Geräte offiziell.

Apple hat heute damit begonnen, die neuste Version von iOS auf allen Geräten zu verteilen. Mit iOS 13.5 wird automatisch die neue Schnittstelle implementiert. Damit können iPhone-Benutzer jetzt schon einen ersten Blick auf die Funktionalität gewinnen.

Bei Android wird die neue Schnittstelle automatisch über die Google-Play-Dienste integriert, so dass zunächst kein Update des Betriebssystems erforderlich ist. Die Funktionalität der API wird aber später noch durch Updates der Betriebssysteme ergänzt werden. Da diese aber zum großen Teil über verschiedene Hersteller zeitaufwändig vorgenommen werden müssen, schafft der Weg über Google Play eine schnellere Verbreitung. Eine Aktualisierung von Google Play ist manuell unter Einstellungen > Sicherheit > Google-Play-Systemupdate möglich. Aktuell scheinen die Server aber überlastet zu sein, so dass man auf das automatische Update warten sollte.

Technische Informationen zur Schnittstelle - Exposure Notifications API:

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